Vorfreude und Nachdenklichkeit vor der Challenge

Seit zwei Wochen bereite ich mich nun schon auf verschiedenste Weise auf die Challenge vor:

– ich beschäftige mich noch einmal mehr damit, was Ernährungssouveränität praktisch bedeutet und warum es wie Katrin sagt „ein Aufstand der Satten braucht“. Katrin hat die Regio Challenge, die wir ein wenig vereinfacht durchführen ins Leben gerufen (mehr Infos dazu: http://nyeleni.de/; www.regio-challenge.de)

– Endlich habe ich mich im Bauernladen im Viertel angemeldet (dort gibt es besonders viele leckere und sehr regionale Lebensmittel von Bäuer*innen aus der Region, manche davon kenne ich sogar schon. Tolles Gefühl!)

– Außerdem habe ich bei einer sehr netten Frau aus Soltau Salz vom hiesigen Salzstock bestellt.

– Genial! Ich freue mich gerade riesig über Haselnüsse, die ich letztes Jahr an den Wallanlagen gesammelt hatte (mangels Nussknacker liegen sie seitdem vernachlässigt und angetastet in einer Schüssel rum).

– Leider vergeblich habe ich nach Wallnussbäumen mit Wallnüssen in der Stadt Ausschau gehalten (ich liebe Wallnüsse!)

– Dank Male vom Lohmannshof weiß ich nun, dass die Hanfernte, aus der Hanföl für die Wesermühle im letzten Jahr aufgrund der Feuchtigkeit leider nicht sehr gut war, somit im Hanföl der Wesermühle auch Hanf aus anderen Orten Deutschlands und Österreich enthalten ist. Schade! Das heißt, Öl wird leider zu einem meiner Joker!

– Vor allem aber bin ich mit vielen weiteren netten Menschen über die Idee der Challenge in Kontakt gekommen, habe gelernt wo es noch tolle regionale Erzeuger*innen gibt .

 

Schon jetzt merke ich wie bereichernd und gut es sich für mich anfühlt, mir noch mehr Gedanken über die Herkunft meines Essens zu machen, wie schwierig es jedoch auch sein kann diese zeitaufwendigen Recherchen in den Alltag einzubauen und auch zu spüren wie viele meiner Essensgewohnheiten ich bislang nur wenig bis gar nicht hinterfragt habe:

Wo kommt eigentlich das Salz in meinem Brot her?

Tagsüber nichts vom Bäcker nebenan?

Wie viele Kilometer sind all die feinen Gewürze gereist bis sie auf meinem Curry, Salat oder Brot gelandet sind?

 

Ok, manche der Fragen sind noch offen! Aber:

Schön, nun einen Anlass zu haben mit anderen Menschen sich diesen Fragen zu stellen! Ich freue mich auf die nächste Woche – und nachher werde ich meinen ersten Sauerteig herstellen. Yippieh!!

(Anne)

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